Gemeinsam stark

für lebenswerte Dörfer

Dorfkümmerer*innen in Schleswig-Holstein sind vielfältig in den ländlichen Räumen aktiv. Ihre Aufgaben umfassen die Vernetzung und Stärkung der Gemeinschaft in ihren jeweiligen Regionen, wodurch sie das Leben auf dem Land bereichern. In Schleswig-Holstein engagieren sich Kümmerer*innen auf unterschiedliche Weise – ehrenamtlich, auf Basis einer geringfügigen Beschäftigung (520-Euro-Basis) oder in Festanstellung. Ihr Angebot ist vielfältig und richtet sich an verschiedenste Zielgruppen. Besonders häufig wird es jedoch von älteren Menschen in Anspruch genommen.

Dorfkümmerer*innen in Schleswig-Holstein

Wo gibt es überall Dorfkümmerer*innen

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Wer sind die Dorfkümmerer*innen

Die Dorfkümmerer*innen sind engagierte Persönlichkeiten, die in den ländlichen Räumen Schleswig-Holsteins aktiv sind und das soziale Miteinander stärken. Unter verschiedenen Bezeichnungen wie Dorfmoderatorinnen, Dorfkoordinator*innen oder Dörpsseelen übernehmen sie eine zentrale Rolle für lebendige Gemeinschaften

Ihre Tätigkeiten reichen von ehrenamtlichem Engagement bis hin zu hauptamtlicher Beschäftigung und passen sich flexibel an die individuellen Bedürfnisse der Gemeinden an. Dorfkümmerer*innen vernetzen Menschen und Ressourcen, fördern die Zusammenarbeit zwischen Bürgerinnen, Gemeinden, Vereinen und Verbänden und stärken so das soziale Gefüge. Sie unterstützen bei Anliegen wie Antragstellungen, Pflegefragen und Alltagsorganisation.

Bei der Arbeit der Dorfkümmerer*innen liegt die älter werdende Bevölkerung in den Dörfern besonders im Fokus. Die Dorfkümmerer*innen setzen sich dafür ein, dass ältere Menschen möglichst lange selbstbestimmt in ihrem gewohnten Umfeld leben und aktiv am Gemeindeleben teilnehmen können. Gleichzeitig treiben sie Dorfentwicklungsprojekte voran, organisieren Veranstaltungen und setzen nachhaltige Initiativen wie E-Mobilität um. Dorfkümmerer*inen eigenen sich gezielt Wissen über z.B. Digitalisierung, Pflege oder soziale Teilhabe an. Dieses Wissen geben sie an Bürger*innen weiter und unterstützen sie somit bei konkreten Anliegen. Die Arbeit der Dorfkümmerer*innen ist so vielfältig wie die Gemeinden selbst.

Jede Kommune entwickelt ein eigenes Aufgabenportfolio für die Dorfkümmerer*innen unter Berücksichtigungen der Besonderheiten und Herausforderungen im Dorf – von Hausbesuchen bei Seniorinnen bis zur Organisation von Dorffesten. Sie sind Bindeglieder zwischen Bürgerinnen und Kommune und tragen entscheidend zur Lebensqualität in ländlichen Räumen bei.

Erfolgsgeschichten

von Dorfkümmerer*innen

Wir kümmern uns

Kurze Einblicke in die verschiedensten Aufgabenbereiche der Dorfkümmerer*innen.

Susann

Dorfkümmererin in Oldenswort

In Oldenswort, einem kleinen Dorf in Nordfriesland, ist Susann für viele ein vertrautes Gesicht. Sie begleitet ältere Menschen zu Arztterminen, hilft beim Schriftverkehr, überbringt Glückwünsche zu Geburtstagen oder Hochzeiten – und hat immer ein offenes Ohr. Auch wenn ihr Schwerpunkt bei der älteren Generation liegt: Susann ist für alle im Dorf da.

Was sie an ihrer Arbeit besonders schätzt, sind die kleinen Zeichen der Dankbarkeit – und die Momente, in denen Menschen nach schwierigen Zeiten wieder neuen Lebensmut fassen.

Lisa_dorfkuemmererin

Lisa

Ehrenamtskümmerin in Handewitt

Lisa ist zentrale Ansprechpartnerin für alle, die sich ehrenamtlich engagieren oder in Vereinen aktiv sind. Sie unterstützt bei Förderanträgen, Öffentlichkeitsarbeit und organisatorischen Fragen, bietet Workshops an und bringt Menschen mit ähnlichen Ideen zusammen. Auch neue Projekte in der Gemeinde begleitet sie mit viel Engagement – von der ersten Idee bis zur Umsetzung. Ihre gute Vernetzung hilft dabei, passende Partner und Ressourcen zusammenzubringen.

Mit vergleichsweise wenig Zeitaufwand schafft sie es, spürbar viel für das Ehrenamt und das Miteinander im Dorf zu bewegen.

Otto

Kümmerer in Hennstedt

In Hennstedt ist Otto als Kümmerer bekannt – auch wenn seine Stelle offiziell als Ehrenamtskoordinator ausgeschrieben war. Für ihn steht der persönliche Kontakt im Mittelpunkt: zuhören, weiterhelfen, vernetzen. Ob es um Baugebiete, Ferienprogramme oder Anliegen aus dem digitalen Kummerkasten geht – Otto nimmt sich Zeit und findet pragmatische Lösungen. Dabei bringt er Verwaltung, Ehrenamt und Politik zusammen. Viele Themen nimmt er direkt mit in die Gemeindevertretung, in der er selbst aktiv ist. Sein Schwerpunkt liegt bei der Generation 50+, doch auch Familien, Jugendliche und Vereine finden bei ihm Unterstützung.

Was ihn motiviert: Wenn Menschen dankbar sind für ein offenes Ohr – oder für Hilfe bei ganz praktischen Dingen wie einem Glasfaseranschluss.

Tobi_dorfkuemmerer

Tobi

Kümmerer für Dörpling, Pahlen, Tielenhemme und Wallen

Tobias ist für viele im Amt Eider die erste Anlaufstelle – egal ob es um beschädigte Ortsschilder, Fragen an die Verwaltung oder einfach ein offenes Ohr geht. Als Kümmerer vernetzt er Bürger:innen, Vereine und Gemeindevertretungen und pflegt Termine, Infos und Beiträge für die vier Gemeinden. Er ist dienstags im Büro – und werktags per Handy oder Mail erreichbar.

Besonders berührt hat ihn der Einsatz für zwei ältere Brüder, die dank seiner Hilfe heute gut versorgt in einer Pflegeeinrichtung leben. Auch privat engagiert sich Tobias ehrenamtlich – in der Feuerwehr, bei der Wildtierrettung und in der Gemeindevertretung.

Koordinierungsstelle

Netzwerk:

Die Koordinierungsstelle pflegt bereits seit 2019 ein Netzwerk der Dorfkümmerer*innen in Schleswig-Holstein. Es finden regelmäßige Präsenz-Treffen statt und führt die einzelnen Dorfkümmerer*innen zusammen, sodass Informationen und Erfahrungen ausgetauscht werden können. Außerdem unterstützt die Koordinierungsstelle alle interessierte Initiator*innen dabei vom breiten Erfahrungswissen des Netzwerk zu profitieren, damit Gemeinden nicht von null anfangen müssen.

Fortbildungsprogramm:

Die Koordinierungsstelle entwickelt ein regionales Fortbildungsprogramm für die Dorfkümmerer*innen und setzt es um. Der Fokus liegt dabei auf praxisnahen Inhalten, die für die tägliche Arbeit bei den Dorfkümmerer*innen besonders relevant sind.

Unterstützung und Beratung:

Die Koordinierungsstelle informiert interessierte Gemeinden und interessierte Personen und unterstützt  bei der Planung und Installierung einer Dorfkümmerer*innenstelle. In der Aufbauphase und im laufenden Betrieb berät und unterstützt die Koordinierungsstelle Kommunen und Kümmerer*innen.

Meldeformular für neue Dorfkümmerer*innen

Für kompetentes Handeln

Fortbildungsprogramm für Dorfkümmerer*innen

Das Fortbildungsprogramm richtet sich an alle Dorfkümmerer*innen in Schleswig-Holstein und unterstützt sie durch gezielte fachliche Weiterbildung. Es umfasst regionale Workshops zum Thema Kommunikation, Abgrenzung und kollegialer Beratung. Darüber hinaus gibt es Online Infotermine die zentralen Themenfelder abdecken: rechtliche Grundlagen, Digitalisierung, Öffentlichkeitsarbeit sowie weitere Themen. Der Schwerpunkt des Programms liegt darauf, die Teilnehmenden in ihrer täglichen Arbeit zu stärken und ihnen das notwendige Wissen sowie die Sicherheit für ein kompetentes Handeln vor Ort zu vermitteln.

Regionale Workshops für Dorfkümmerer*innen

Diese Workshops sind ein Angebot speziell für Dorfkümmerer*innen:
Gemeinsam mit der Supervisorin, Organisationsberaterin und Mediatorin Vera Wulff nehmen wir uns Zeit, um Deine Situation vor Ort in den Blick zu nehmen. Du bist Dorfkümmerer*innen, dann melde dich an. Es geht um Dich, Deine Erfahrungen und Deine Rolle im Dorf.

Bei Interesse meldet euch bitte bei  frida.sandberg@alr-sh.de

Workshops

Digitale Infoveranstaltungen

Digitale Infoveranstaltungen zu ausgewählten Themen

  • Digitalisierung
  • Rechtliche Grundlagen
  • Strukturen in Schleswig-Holstein

Digitale Infoveranstaltungen zu ausgewählten Themen

Diese richten sich thematisch nach den Wünschen der Dorfkümmerer*innen.

Digitalisierung

Wie kann ich digitale Teilhabe im Dorf fördern – besonders für ältere Menschen? In dieser Veranstaltung stellen wir den DorfFunk SH als digitales Werkzeug für die Dorfkommunikation vor. Du erfährst, wie du als Dorfkümmerer*in ältere Menschen in deinem Ort ermutigen und begleiten kannst, aktiv digital teilzunehmen – ganz praktisch und mit erprobten Tipps aus der Praxis.

Rechtliche Grundlagen

Was muss ich über Haftung und Versicherung im Ehrenamt wissen? Diese Infoveranstaltung gibt einen kompakten Überblick über die wichtigsten rechtlichen Grundlagen im Ehrenamt. Du lernst, was für dich als Dorfkümmerer*in in Bezug auf Haftungsfragen, Versicherungsschutz und Verantwortung zu beachten ist – verständlich und praxisnah erklärt.

Strukturen in Schleswig-Holstein

Wohin kann ich Menschen vor Ort weitervermitteln – und wo bekomme ich selbst Unterstützung? Hier lernst du wichtige Strukturen in SH kennen, die rund um Senior*innenarbeit, Pflege, Ehrenamt und gesellschaftliche Teilhabe aktiv sind. Die Veranstaltung hilft dir, die passenden Ansprechpersonen und Angebote für deine Region zu finden – und dich selbst besser zu vernetzen.

Online-Infoveranstaltungen (jeweils ca. 2 Stunden)

Digitalisierung – vor den Sommerferien 2025
Haftung und Versicherung im Ehrenamt – im September 2025
Strukturen in SH – Senioren & Pflegebedürftige, Ehrenamt & Engagement – im November 2025

Engagementstrategie

Die Landesregierung will mit der Engagementstrategie 2023-2025 die Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement verbessern und Unterstützungsstrukturen aufbauen und verstätigen. In Zusammenarbeit mit der lagfa, der vhs, dem Paritätischen, sowie den Freiwilligenagenturen aus Lübeck, Kiel und Flensburg werden gezielte Maßnahmen umgesetzt. Auch die Koordinierungsstelle Dorfkümmerer*innen wird gefördert durch die Engagementstrategie SH.

Kooperationspartner

Die Koordinierungsstelle Dorfkümmerer*innen SH ist ein Projekt der Akademie für die ländlichen Räume SH und wird gefördert über Engagementstrategie SH des Ministeriums Soziales, Jugend, Familie

Kontakt

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