Nachdem das Regionalnetzwerk aus Dithmarschen Ende letzten Jahres den Auftakt gemacht hat, haben sich nun auch die Kümmerinnen vom Amt Südtondern im Kreis Nordfriesland für eine eintägige Schulung in „Kollegialer Beratung“ entschieden.

So kamen am vergangenen Freitag im Haus der Vereine in Neukirchen, ganz im hohen Norden Schleswig-Holsteins, acht Kümmerinnen zusammen, um die Methode kennenzulernen. Begleitet von der Supervisorin und Mediatorin Irmela Feige haben wir die Methode nicht nur vorgestellt, sondern auch direkt mehrfach praktisch angewendet.

Dabei sind wir nicht nur in die schönen, sondern auch tief in die herausfordernden Situationen des Kümmerinnen-Alltags eingestiegen, haben diese gemeinsam reflektiert und nach Lösungsansätzen gesucht. Und wieder einmal hat sich gezeigt: Wenn mehrere Menschen mit ähnlichen Erfahrungen gemeinsam nachdenken und ihre Ideen strukturiert zusammenbringen, entstehen unglaublich wertvolle – und teilweise auch ganz unerwartete – Lösungsansätze.

Und hier noch ein paar Eindrücke der Teilnehmerinnen:


Das Seminar hat mir noch einmal verdeutlicht, dass ich nicht alleine bin. Wir kümmern uns nicht nur um die Anliegen anderer, sondern auch umeinander und haben dafür das passende Handwerkszeug erlernt.

Wir hatten als Gruppe die Gelegenheit, uns noch besser kennenzulernen, Vertrauen zu stärken und Hilfe anzunehmen, aber auch gegenseitig Unterstützung zu gewähren. Wir haben mit dem Seminar Werkzeuge an die Hand bekommen, um Lösungsmöglichkeiten herauszuarbeiten ohne Meinungen vorzugeben. Es ist tatsächlich überraschend, wie Lösungsansätze bei Problemstellungen oder in Alltagssituationen einer Kümmerin vom eingenommenen Blickwinkel und der eigenen Geschichte beeinflusst werden. Die Gruppe und vor allem die Leitung von Frau Feige tragen zur Erweiterung des Horizonts bei und zeigen auf: es gibt in der Regel mehr als eine richtige Lösung.

Danke für diesen wertvollen Austausch und alles Gute für die weitere kollegiale Unterstützung!